Hans Herrmann

Kabeljau, 1883

Gemälde von Hans Herrmann, Öl auf Leinwand, 94,5 x 142 cm

Hans Herrmann (1858–1942), Kabeljau, 1883

© Urheberrechte am Werk erloschen, Repro: Kai-Annett Becker
Gattung Gemälde
Material Öl auf Leinwand
Maße 94,5 x 142 cm
Signatur unten rechts: Hans Herrmann E.a.Z. – rückseitig: Hans Hermann

Forschungsstand

Die Provenienz ist ungeklärt und wird weiter erforscht.

© Repro: Kai-Annett Becker

Aus einem Dorf an der niederländischen Küste

Hans Herrmann signierte sein 1883 entstandenes Gemälde mit dem Zusatz „E.a.Z.“. Damit verwies er auf den Ort der Entstehung und die Inspiration für das Motiv: Egmond aan Zee. Schon kurz nach dem Abschluss seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf stellte er das Leben der Fischer und Blumenhändler an der niederländischen Küste in den Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit. Egmond in der Nähe von Amsterdam war einer seiner Aufenthaltsorte. Das Interesse an der Landschaft und den Menschen der niederländischen Küstenregionen teilte Herrmann mit einer Reihe anderer Maler. Max Liebermann (1847–1935) arbeitete dort bereits in den 1870er Jahren, Carl Saltzmann (1847–1923) schuf 1906 das Bild einer dramatisch aufgewühlten Zuiderzee, des heute eingedeichten IJsselmeers.

Detailansicht einer Signatur auf einem Gemälde

E.a.Z. neben der Signatur deutet als Ortsangabe auf Egmond aan Zee.

Hans Herrmann, Kabeljau, 1883, (Rückseite, Detail)

© Repro: Kai-Annett Becker
Postkarte mit historischer Stadtansicht

Fischerhäuser in Egmond aan Zee, abgebildet auf einer undatierten historischen Postkarte

Fischerhäuser in Egmond aan Zee, historische Postkarte, undatiert

© Repro: Anja Elisabeth Witte
Gemälde von Carl Saltzmann, Öl auf Leinwand, 100 x 171 cm

Einschiffung vor der holländischen Küste, Carl Saltzmann, 1906, Berlinische Galerie. Wie Herrmann ließ sich auch Saltzmann von der niederländischen Landschaft inspirieren.

Carl Saltzmann, Einschiffung vor der holländischen Küste, 1906

© Urheberrechte am Werk erloschen, Repro: Kai-Annett Becker

Herrmann brachte das Gemälde nach Düsseldorf und gab ihm wohl dort den Titel „Stillleben“. Ausstellungen sind für dieses Frühwerk bisher nicht bekannt. Auf der Rückseite ist in blauer Kreide eine Nummer auf den Keilrahmen geschrieben. Ob sie bei einer Ausstellung entstand oder von einem Transport stammt, ist unklar. Ebenso, wann der von Herrmann vergebene Titel in „Kabeljau“ geändert wurde. Mit der neuen Bezeichnung gelangte das Gemälde 2014 als Zustiftung der Dr. Jörg Thiede Stiftung in die Sammlung der Berlinischen Galerie. Weitere Vorbesitzer*innen sind unbekannt.

Rückseite eines Bilderrahmens, Detailansicht einer handschriftlichen Notiz

Die blaue Kreidenummer „No. 6“ auf dem Keilrahmen. Wofür sie steht, ist ungeklärt.

Hans Herrmann, Kabeljau, 1883 (Rückseite, Detail)

© Repro: Kai-Annett Becker
Rückseite eines Bilderrahmens, Detailansicht einer handschriftlichen Notiz mit Werkangaben

Die rückseitige Beschriftung „Stillleben, Hans Herrmann Düsseldorf“ stammt von dem Maler selbst.

Hans Herrmann, Kabeljau, 1883 (Rückseite, Detail)

© Repro: Kai-Annett Becker

Wählen Sie ein Kunstwerk aus