Lovis Corinth, Bacchant (Katzenellenbogen-Zyklus), 1913 (Ausschnitt)
© Berlinische Galerie, Foto: Roman MärzGespräch mit Prof. Dr. Monika Grütters und Dr. Thomas Köhler
Der Katzenellenbogen-Zyklus zählt zu den bekanntesten Werken Lovis Corinths. Mit elf Gemälden, deren Motive unter anderem aus Homers „Odyssee“ und Ludovico Ariostos Epos „Der Rasende Roland (Orlando furioso)“ stammen, schuf Corinth 1913/14 seine einzige Dekorationsfolge für einen Innenraum. Die Bilder galten schon zu Lebzeiten als ein Höhepunkt seines Schaffens. Benannt ist der Zyklus nach seinen Auftraggebern, dem Ehepaar Estella und Ludwig Katzenellenbogen. Der erfolgreiche Unternehmer hatte 1913 einen Landsitz in Freienhagen nördlich von Berlin erworben, für dessen Speisezimmer sich das Paar von Corinth eine Wanddekoration wünschte. Den Kontakt hatte der Galerist Paul Cassirer hergestellt. Die Bilder des Zyklus blieben über die Jahre nicht zusammen und hatten eine bewegte Geschichte, 1980 fanden schließlich sechs der elf Werke ihren Weg in die Berlinische Galerie. Drei weitere folgten 2021 und 2023, darunter 2021 der „Bacchant“ (1913). Das bedeutende Werk konnte mit Mitteln aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa und des Fördervereins des Museums erworben werden.
Prof. Dr. Monika Grütters (Ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien von 2013 bis 2021) und Dr. Thomas Köhler (Direktor Berlinische Galerie) sprechen in der Ausstellung „Lovis Corinth. Dann kam Berlin!“ über den ikonischen Gemäldezyklus des Künstlers und die Bedeutung öffentlicher Kunstförderung.
Die Ausstellung kann mit dem Veranstaltungsticket ab 17 Uhr besucht werden.
In deutscher Sprache
Anmeldung mit Onlineticket (14 € / ermäßigt 7 €, Freischaltung in Kürze)
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Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin - Anmeldung
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