Lovis Corinths Bedeutung für die Moderne ist kaum zu überschätzen. Bereits zu Lebzeiten zählte der virtuose Maler (1858–1925) zu den bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Berliner Kunstszene. In Tapiau in Ostpreußen geboren und aufgewachsen zog er im Jahr 1901 von München nach Berlin. Die Reichshauptstadt war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich progressiver und lebendiger als die bayrische Residenzstadt. „Angefangen hat es erst in Berlin“, soll Corinth seine Erfolgsgeschichte an der Spree kommentiert haben.
Im Fokus der großen Schau in der Berlinischen Galerie stehen Corinths steile Karriere und sein großer Einfluss auf die Kunstszene der Stadt, aber auch sein prägendes privates Umfeld. Wie modern der Künstler malte, lebte und dachte, zeigen darüber hinaus weniger bekannte Themen, denen eigene Kapitel gewidmet sind: Corinths Malschule, in der er vor allem Frauen unterrichtete, und seine Arbeit für das Berliner Theater. Bis heute steht Corinths Position für einen spontanen, expressiven Umgang mit Pinsel und Farben, der die Entwicklung der Malerei entscheidend prägte. Man denke an die Berliner Jungen Wilden, aber auch an Georg Baselitz oder den englischen Künstler Lucian Freud.
Die Berlinische Galerie besitzt einen Bestand qualitätvoller Gemälde des Künstlers. Mit der Ausstellung erforscht sie die eigene Sammlung und erweitert ihre erfolgreiche Reihe monografischer Ausstellungen zur Berliner Moderne, darunter 2023 Edvard Munch, 2021 Ferdinand Hodler, 2019 Lotte Laserstein, 2017 Jeanne Mammen oder 2015 Max Beckmann.
- Alle Ausstellungstexte liegen in Deutsch und Englisch vor.
- Es gibt keine Informationen in Leichter Sprache.
- Es gibt keine Informationen in Deutscher Gebärdensprache (DGS).
- Es finden Bildungsangebote in und mit DGS statt.
- Die Ausstellung ist stufenlos zugänglich.
- Exponate und Ausstellungstexte sind überwiegend im Sitzen einsehbar und lesbar.
- Vitrinen sind in einer Höhe von 68 cm unterfahrbar.
- Es gibt Sitzgelegenheiten. Rollstühle und tragbare Klapphocker können Sie an der Garderobe kostenfrei entleihen.
- In der Ausstellung sind Kunstwerke zu deren Schutz nur teilweise hell ausgeleuchtet.
- Die Ausstellungstexte sind überwiegend visuell kontrastreich gestaltet.
- Alle Ausstellungstexte liegen als Broschüre in Großdruck vor. Diese finden Sie am Eingang der Ausstellung.
- In der Ausstellung gibt es kein Bodenleitsystem und keine Tastmodelle.
- Zur Ausstellung gibt es einen Audioguide mit ausführlichen Bildbeschreibungen und Werkkommentaren. Er kann kostenlos am Eingang der Ausstellung ausgeliehen werden oder als Webversion über das eigene Endgerät genutzt werden.
Informationen zur Zugänglichkeit des Museums finden Sie hier.
Haben Sie weitere Fragen zur Barrierefreiheit und Zugänglichkeit? Wenden Sie sich an Christine van Haaren, Leitung Bildung und Outreach per E-Mail unter haaren@berlinischegalerie.de oder telefonisch unter +49 (0)30-789 02-836.
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Guided Tour in English: Lovis Corinth
During a 60 minute tour, experienced art guides offer insights into the special exhibitions.
Newbie-Tour mit Jung und Artig
Kostenlose Führung für Auszubildende und Studierende durch die Ausstellung „Lovis Corinth. Dann kam Berlin!“
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Corinth und die Berliner Nationalgalerie
Dr. Janina Nentwig (Berlinische Galerie) mit Dr. Sven Haase (Provenienzforschung, Staatliche Museen zu Berlin)
WELTKUNST Podcast live: „Was macht die Kunst?“
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