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Speaking of Video Art

Mo 23.11.26, 17 – 19 Uhr

Filmstill: Frontal- und Seitenansicht einer, Hillary Clinton ähnlich sehenden, digitalen Figur.

Simone C Niquille, The Fragility of Life, 2017

© Courtesy Simone C Niquille

Einmal im Monat lädt die Berlinische Galerie mit „Speaking of Video Art“ zu einem Austausch in kleiner Runde über das aktuelle Programm im IBB-Videoraum ein. Die Veranstaltungsreihe bietet Gelegenheit, über Filme oder gesellschaftspolitische Fragen in der Kunst zu diskutieren und verschiedene Künstler*innen und Autor*innen kennen zu lernen. Zusammen schauen wir ausgewählte Videos und lesen vor Ort kurze Ausschnitte aus Essays, Theorie, Erzählungen oder Gedichten auf Englisch oder Deutsch, die in inhaltlicher oder formaler Verbindung zu den Werken stehen. Das anschließende Gespräch ermöglicht sowohl diskursiven Fährten der Videoarbeiten als auch Perspektiven und Fragen aus der Gruppe nachzugehen. 

Im November schauen wir zwei Filme aus dem aktuellen Videoprogramm „3hd 2026 Beyond Imagining“, das von der Plattform Creamcake kuratiert wurde. Der Film „Defence. What do you do with your anger?” von Simona Andrioletti zeigt eine Videocollage, in der Menschen verschiedenen Formen körperlicher, emotionaler und umweltbedingter Unterdrückung ausgesetzt sind. Simone C Niquilles Film „The Fragility of Life” begleitet eine Doppelgängerin von Hilary Clinton während der Zeit des US-Wahlkampfs 2016. Beide Filme setzen sich auf unterschiedliche Weise mit der Authentizität von Bildern, dem Eigentum am eigenen Bild und der massenhaften Verbreitung von Bildern im digitalen Raum auseinander. Zu den Filmen lesen wir Auszüge aus dem Buch „Discriminating Data: Correlation, Neighborhoods, and the New Politics of Recognition“ der Medientheoretikerin Wendy Chun. Außerdem diskutieren wir die Filmarbeiten ausgehend von Textpassagen aus dem Essay „In Defense of the Poor Image“ der Künstlerin und Autorin Hito Steyerl von 2009 sowie anhand von Ausschnitten aus dem Text „In Defense of the Dank Image“ des Künstlerinnenduos Soda Jerk, der Steyerls Essay aktualisiert. 

Im IBB-Videoraum werden seit 2011 Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten. Das Programm zeigt Werke, die sich mit medialen oder auch politischen und sozialen Fragestellungen beschäftigen. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, marginalisierten Perspektiven Raum zu geben und Auswirkungen von Machtstrukturen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltungsreihe wird von Louisa Engel, wissenschaftliche Volontärin Bildung und Outreach, moderiert. Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Für die Teilnahme ist keine Vorbereitung erforderlich. Aktive Teilnahme an der Diskussion oder entspanntes Zuhören, beides ist gleichermaßen willkommen.

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Um einen Austausch untereinander zu ermöglichen, sollten alle Teilnehmenden mindestens ein passives Verständnis beider Sprachen haben.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung online

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

Ticket
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung
Anmeldung online
Anmeldeformular
Information
Nächster Termin: 19.10.26, 17 – 19 Uhr