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Speaking of Video Art

Mo 20.7.26, 17 – 19 Uhr

Filmstill: Nahaufnahme eines Fischerei-Netzes, das von zwei Personen gehalten wird.

Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko, Aralkum, 2022

© Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko

Einmal im Monat lädt die Berlinische Galerie mit „Speaking of Video Art“ zu einem Austausch in kleiner Runde über das aktuelle Programm im IBB-Videoraum ein. Die Veranstaltungsreihe bietet einen offenen Raum für alle, die Lust haben, über Filme oder gesellschaftspolitische Fragen in der Kunst zu diskutieren und verschiedene Künstler*innen und Autor*innen kennen zu lernen. Zusammen schauen wir ausgewählte Videos und lesen im Anschluss vor Ort kurze Ausschnitte aus Essays, Theorie, Erzählungen oder Gedichten auf Englisch oder Deutsch, die in inhaltlicher oder formaler Verbindung zu den Werken stehen. Das anschließende Gespräch bietet Raum sowohl diskursiven Fährten der Videoarbeiten als auch Perspektiven und Fragen aus der Gruppe nachzugehen. 

Ausgehend von dem Film „Aralkum“ von Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko lesen wir im Juli Auszüge aus Texten des Kulturwissenschaftlers Mark Fisher zum Begriff der „Hauntologie“, Ausschnitte aus dem Essay „Die große Verblendung“ des Schriftstellers Amitav Ghosh und Textpassagen aus „Where Does The Myth Dwell?“ der Anthropologin Anastasia Galimova. Der Film „Aralkum“ setzt sich mit den Folgen der Austrocknung des Aralsees auseinander. Das in Kasachstan und Usbekistan gelegene Gewässer war einst der viertgrößte Binnensee der Erde. Infolge menschlicher Zerstörung ist dort jetzt eine karge Wüstenlandschaft. Die Texte thematisieren, wie unregulierte Ressourcenausbeutung zu einer langfristigen Zerstörung von Lebensräumen geführt hat und führt, wodurch die Vorstellung einer besseren Zukunft fast unmöglich erscheint. Wie können Menschen in zerstörten Landschaften leben? Und welche neuen Bilder und Erzählungen brauchen wir in den Künsten, um uns ein zukünftiges Leben unter den Folgen der Klimakatastrophe vorstellen zu können?

Im IBB-Videoraum werden seit 2011 Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten. Das Programm zeigt Werke, die sich mit medialen oder auch politischen und sozialen Fragestellungen beschäftigen. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, marginalisierten Perspektiven Raum zu geben und Auswirkungen von Machtstrukturen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltungsreihe wird von Louisa Engel, wissenschaftliche Volontärin Bildung und Outreach, moderiert. Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Für die Teilnahme ist keine Vorbereitung erforderlich. Aktive Teilnahme an der Diskussion oder entspanntes Zuhören, beides ist gleichermaßen willkommen.

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Um einen Austausch untereinander zu ermöglichen, sollten alle Teilnehmenden mindestens ein passives Verständnis beider Sprachen haben.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung online

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

Ticket
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung
Anmeldung online
Anmeldeformular
Information
Nächster Termin: 24.8.26, 17 – 19 Uhr