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Rückblick

207 m²

Raum für Aktion und Kooperation

In der Berlinischen Galerie gibt es im Ausstellungsbereich einen Raum speziell für Kulturelle Bildung. Auf über 200 m² gibt es Platz für Workshops, Kooperationsprojekte und künstlerisches Arbeiten.

© Pascal Rohé

© Pascal Rohé

In der Berlinischen Galerie gibt es im Ausstellungsbereich einen Raum speziell für Kulturelle Bildung. Auf über 200 m² ist Platz für Workshops, Kooperationsprojekte und künstlerisches Arbeiten. Eine raumfüllende Sitzplattform lädt alle Besucher*innen zum Austausch und Verweilen ein. Es finden regelmäßig Programme mit Kindern, Familien, Schulklassen und Gruppen aus der Nachbarschaft statt. In Ausstellungen und über eine Projektionsfläche werden Ergebnisse aus den Projekten sichtbar. Damit öffnet sich das Museum weiter für seine Besucher*innen und schafft langfristig einen Ort für kritische Debatten und künstlerische Prozesse.
Bereits zum zweiten Mal widmet die Berlinische Galerie mit „207 m²“ einen der Ausstellungsräume der Bildungs- und Vermittlungsarbeit. Das Vorhaben baut auf Erfahrungen aus „Dada ist hier! Raum für Dialog und Experiment“ aus dem Jahr 2016 auf. Damals wurde in zwei Monaten erprobt, was jetzt langfristig Einzug ins Museum hält: ein gut sichtbarer Ort für Austausch, Beteiligung und künstlerisches Arbeiten.

Aktion

„207 m²“ bietet Raum für vielfältige Programme. In dreistündigen Projekttagen arbeiten Schulklassen praktisch und diskursiv zu den Ausstellungen. Neben regelmäßigen Workshops bietet der Raum allen Besucher*innen Kommentar- und Diskussionsmöglichkeiten, die wiederum in die Museumsarbeit einfließen.

Kooperation

Die Berlinische Galerie arbeitet schon länger mit Schulen, Kindergärten, Familienzentren, der Lebenshilfe und Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in der näheren Umgebung des Museums zusammen. Die Projekte behandeln sehr unterschiedliche Themen. Allen ist gemein, dass es um Beteiligung und Mitsprache geht.

„207 m²” gibt Programmen mehr Sichtbarkeit, die das Museum beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft durchführt. Es finden regelmäßig Ausstellungen und Performances statt, die gemeinsam mit den Kooperationspartnern erarbeitet werden.

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Präsentationen

Blicke, die erinnern

Seit 20.4.26

Seit April 2025 treffen sich Frauen des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V. im Rahmen des Programms „Standortwechsel“, in der Berlinischen Galerie. In Auseinandersetzung mit der Dauerausstellung richten sie ihren Blick auf Darstellungen von Körpern, Gesten und Rollenbildern. Ausgehend von eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und Blicken fragen sie nach Geschlechter-verhältnissen und Sichtbarkeit.
In Workshops haben die Frauen fotografische Selbstporträts aufgenommen und sie anschließend zerlegt, neu montiert und mit Zeichnungen, Naturmaterialien und persönlichen Erzählungen verbunden. Collagen von Hannah Höch waren dafür Inspiration. Parallel dazu entwickelte die Gruppe kurze filmische Szenen. In diesen performativen Momenten wurden Körperhaltungen, Bewegungen und Blicke zu erzählerischen Mitteln. Die Protagonist-innen nutzten Film als einen Raum der Annäherung, um Erfahrungen von Migration, Verletzlichkeit und Widerstand sichtbar zu machen und neue Bilder von Frauen zu entwerfen. Ein Teil des Projekts entstand bei einem gemeinsamen Aufenthalt im Haus am Wannsee. Die Frauen filmten, erzählten und kochten zusammen „Ash Reshteh“. Es war ein Moment kollektiver Fürsorge. Aus dem Teilen und Tun entwickelten sie Bilder, Geschichten und filmische Fragmente.

Projektteam: Aisheh, Atefeh Kheirabadi, Arezou Rezaie, Azizah Tataei, Farideh, Fereshteh, Fouzieh Abbasi, Hasmik, Iran Amani, Shima, Mahin, Mehrnoush Ashtarani, Tahereh Khadem hojjati, Urjahan, Vahideh
Eine Kooperation zwischen Berlinische Galerie, Jugend im Museum e.V. und dem Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin, finanziert durch die Schering Stiftung

Texte der Ausstellung in Deutsch, Farsi und Englisch
 

Knotendesaster

13.3. 8.4.26

Wie kann man eine Schnur so verdrehen, dass sie zur Skulptur wird? 

Im Rahmen des Programms „Museum im Sucher“ beschäftigten sich Schüler*innen der 5. Klasse der Otto-Wels Grundschule mit den Skulpturen von Brigitte Meier-Denninghoff. Die gewundenen Röhren und Linien der Künstlerin zeichneten sie zunächst und übertrugen diese Linienbewegungen anschließend mit Seilen in den Raum. Durch Drehen, Schlingen und Verknoten entstanden eigene Formen. Dabei wurde der Unterschied der Materialien deutlich: Während die Metallskulpturen von Brigitte Meier-Denninghoff klare, statische Formen besitzen, stellte das weiche und bewegliche Seil die Schüler*innen vor die Herausforderung, daraus eine stabile plastische Form zu entwickeln. 

Klasse 5b der Otto-Wels-Grundschule: Ege, Ela, Pusat, Fatima, Uday, Ilyas, Sudenur, Yilmaz, Asmaa, Amir, Firat, Hiranur, Metehan, Gabriel, Mahdi, Georgi, Baran Can, Ayaz, Erva, Moawia 

Kunstvermittlerin: Kolja Kohlhoff 

Lehrer: Simon Wittwer 

Im Rahmen von „Museum im Sucher“ – ein Projekt der Otto-Wels-Grundschule und der Berlinischen Galerie, gefördert durch die Vertical Stiftung

bla blA BLA Collage

30.11.25 – 16.3.26

Inspiriert von Raoul Hausmanns radikalen Experimenten mit Collage, Fotomontage und Lautdichtung fanden an vier Terminen Workshops statt. Besucher*innen waren eingeladen, aus Zeitschriftenbildern und Wörtern Collagen zu gestalten, die anschließend kopiert und aufgehängt werden konnten. Zusammen bildeten sie ein wachsendes Wandkunstwerk. 

Kunstvermittlerinnen: Tanja Al Kayyali, Alexis Hyman Wolff und Marta Sala  

In Kooperation mit Jugend im Museum e.V.

Wir machen unsere eigene Hautfarbe

14.10.25 – 13.4.26

Im Rahmen des Programms „Museum im Sucher“ haben sich die Schüler*innen der 5. Klasse der Otto-Wels-Grundschule mit der Stiftfarbe „Hautfarbe“ auseinandergesetzt. Dabei haben sie untersucht, welche Farbtöne sie auf ihren Händen entdecken können. Sie konnten blau, lila, grün, gelb, braun, rosa und beige erkennen. Schnell war klar, dass der „Hautfarben-Stift“ gar keine „Hautfarbe“ darstellen kann, da er aus nur einem einzigen Farbton besteht. Beim Experimentieren mit den genannten Farbtönen sind bunte Selbstporträts der Schüler*innen entstanden. 

Klasse 5b der Otto-Wels-Grundschule: Ege, Ela, Pusat, Fatima, Uday, Ilyas, Sudenur, Yilmaz, Asmaa, Amir, Firat, Hiranur, Metehan, Gabriel, Mahdi, Baran Can, Ayaz, Erva, Moawia, Georgi 

Kunstvermittlerin: Kolja Kohlhoff 

Lehrer: Simon Wittwer 

Im Rahmen von „Museum im Sucher“ – ein Projekt der Otto-Wels-Grundschule und der Berlinischen Galerie, gefördert durch die Vertical Stiftung

Raumkonzept

David Saik hat die Architektur von „207 m²” erarbeitet. Dabei standen die Bedürfnisse der Nutzer*innen und eine möglichst flexible Nutzung im Mittelpunkt. Die Tische sind rollbar, so dass sich unterschiedliche Raumsituationen ganz einfach arrangieren lassen. Die magnetischen Flächen an den Wänden ermöglichen Projektpräsentationen und Ausstellungsvorhaben unserer Kooperationspartner. Außerdem spielte das Thema Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Es werden vornehmlich recycelte Materialien verwendet. Die Stühle sind aus 90 % industriellem Abfallmaterial hergestellt. Sie bestehen zu 75 % aus Polypropylen und zu 15 % aus Abfallholzfasern. Bei dem Stoff der Sitzplattform handelt es sich zu 45 % um recycelte Wolle. Die eingezogenen Wände sind aus einem wiederverwendbaren System gefertigt und dementsprechend ressourcenschonend.

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