Su Yu Hsin folgt in der Trilogie „Particular Waters“ den materiellen Grundlagen digitaler Technologien. Im Mittelpunkt stehen Wasser, Wüste und Silizium – Ressourcen und Landschaften, ohne die Computerchips, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz nicht existieren könnten. Statt digitale Infrastrukturen als abstrakte Technologien zu zeigen, richtet die Künstlerin den Blick auf ihre ökologischen und politischen Voraussetzungen.
Der erste Teil führt nach Hsinchu in Taiwan, wo ein großer Teil der weltweit benötigten Hochleistungshalbleiter produziert wird. Der Film fragt, woher die enormen Wassermengen für die Chipfertigung
stammen und wer Zugang zu dieser lebenswichtigen Ressource erhält. Aus der Perspektive einer Wasserlieferantin entfaltet sich die Geschichte der Dürre von 2021 und macht sichtbar, wie eng globale Lieferketten mit lokalen Wasserlandschaften verbunden sind.