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Pilvi Takala, If Your Heart Wants it (Remix), 2020, HD Video, 15 Min. (video still)

Pilvi Takala, If Your Heart Wants it (Remix), 2020, HD Video, 15 Min. (video still)

© Pilvi Takala, Courtesy the artist

Pilvi Takala

Im Zentrum von Pilvi Takalas künstlerischer Praxis stehen von ihr inszenierte performative Interventionen. Sie untersucht die sozialen Normen des Zusammenlebens verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, indem sie diese subtilen Störungen aussetzt. Im Videoraum der Berlinischen Galerie sind drei Arbeiten zu sehen, die sich mit den Zuständen und Bedingungen der heutigen Arbeitswelt befassen.

Pilvi Takala, If Your Heart Wants It (Remix), 2020, HD Video, 15 Min.

In „If Your Heart Wants it (Remix)“ (2020, 15 Min.) dokumentieren Takala und ihr Team das Geschehen und initiieren Gespräche mit Teilnehmenden. Takala hinterfragt sowohl die stets zur Schau getragene Positivät als auch die neoliberale Haltung, wonach Erfolg und Misserfolg nur vom persönlichen Einsatz abhängen.

Pilvi Takala, The Stroker, 2019, HD Video, 15 Min.

„The Stroker“ (2018, 15 Min.) basiert auf Takalas Intervention in einem hippen Londoner Coworking-Space, den hauptsächlich Start-Ups nutzen. Takala gibt sich als „Wellness Consultant“ aus, verhält sich gegenüber den dort Arbeitenden auffallend freundlich und berüht sie ungefragt immer wieder leicht an der Schulter. Die Reaktionen reichen von Wohlwollen über Befremden bis zur offenen Ablehnung, wobei eine entsprechende Körpersprache und der Austausch zwischen den Arbeitenden die direkte verbale Konfrontation ersetzen. In der gläsernen Architektur der vermeintlich so lockeren neuen Arbeitswelt werden wir Zeug*innen der Verhandlung persönlicher Grenzen.

IBB-Videoraum

Auch vor Ort im Museum können Sie Videokunst sehen: In unserem IBB-Videoraum werden im monatlichen Wechsel Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten.

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Foto: Eine halbrunde Tribüne mit drei Stufen als Sitzfläche gegenüber einer raumhohen Filmprojektion in einem schwarzen Raum.

Der IBB-Videoraum in der Berlinischen Galerie

© Noshe

Die Realisierung erfolgt mit freundlicher Unterstützung der