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Speaking of Video Art

Mo 19.10.26, 17 – 19 Uhr

verschiedene Metallformen stehen auf dem Boden, der durch Absperrmarkierungen unterteilt wird

Su Yu Hsin, Particular waters film trilogy, 2026

© Su Yu Hsin, Courtesy Su Yu Hsin and alexander levy

Einmal im Monat lädt die Berlinische Galerie mit „Speaking of Video Art“ zu einem Austausch in kleiner Runde über das aktuelle Programm im IBB-Videoraum ein. Die Veranstaltungsreihe bietet Gelegenheit, über Filme oder gesellschaftspolitische Fragen in der Kunst zu diskutieren und verschiedene Künstler*innen und Autor*innen kennen zu lernen. Zusammen schauen wir ausgewählte Videos und lesen vor Ort kurze Ausschnitte aus Essays, Theorie, Erzählungen oder Gedichten auf Englisch oder Deutsch, die in inhaltlicher oder formaler Verbindung zu den Werken stehen. Das anschließende Gespräch ermöglicht, sowohl diskursiven Fährten der Videoarbeiten als auch Perspektiven und Fragen aus der Gruppe nachzugehen. 

Im Oktober schauen wir gemeinsam den dritten Film der Trilogie „Particular Waters“ von Su Yu Hsin. In dem Video beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Umbruch von der Gewinnung fossiler Energien hin zur Produktion von Mikroelektronik am Industriestandort Dresden Gittersee. Zu dem Film lesen wir Textpassagen des Politikwissenschaftlers Olaf Klenke über die Mikrochipindustrie der DDR. Wir betrachten Material aus dem Robert-Havemann-Archiv der DDR-Opposition zu den Protesten gegen die verheerenden ökologischen Risiken der in Gittersee geplanten Siliziumproduktion. Anhand von Zitaten aus dem von Suza Husse und Elske Rosenfeld herausgegebenen Buch „wildes wiederholen. material von unten. Dissidente Geschichten zwischen DDR und pOstdeutschland“ diskutieren wir, ob sich von den Umweltprotesten der DDR-Opposition für heute etwas lernen lässt. 

Im IBB-Videoraum werden seit 2011 Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten. Das Programm zeigt Werke, die sich mit medialen oder auch politischen und sozialen Fragestellungen beschäftigen. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, marginalisierten Perspektiven Raum zu geben und Auswirkungen von Machtstrukturen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltungsreihe wird von Louisa Engel, wissenschaftliche Volontärin Bildung und Outreach, moderiert. Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Für die Teilnahme ist keine Vorbereitung erforderlich. Aktive Teilnahme an der Diskussion oder entspanntes Zuhören, beides ist gleichermaßen willkommen. 

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Um einen Austausch untereinander zu ermöglichen, sollten alle Teilnehmenden mindestens ein passives Verständnis beider Sprachen haben.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung online

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

Ticket
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung
Anmeldung online
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