Aralkum (2022)
„Aralkum“ (2022, 14 Min.) ist die erste Videoarbeit von Mila Zhluktenko und Daniel Asadi Faezi, die sie gemeinsam in Co-Regie realisierten. Das Werk setzt dem Aralsee ein Denkmal: Bis in die 1960er Jahre war er der viertgrößte Binnensee der Welt, doch heute ist er beinahe vollständig ausgetrocknet. Seine Verwandlung in eine karge Wüstenlandschaft ist besonders in der Grenzregion zwischen Kasachstan und Usbekistan sichtbar. Hier, wo einst Wasser war, erstreckt sich heute die jüngste Wüste der Erde – die titelgebende „Aralkum“. Das Video macht eindrücklich erfahrbar, wie menschliches Handeln, nämlich die destruktive Bewässerungspolitik der Sowjetunion für ihre Baum-wollproduktion, ein ganzes Ökosystem samt seiner Lebewesen nach und nach zerstört hat. Die beiden Filmemacher*innen verweben Archivmaterial und aktuelle Aufnahmen: Naturaufnahmen, die trotz der Katastrophe von betörender Schönheit sind, stehen neben alltäglichen Familienszenen und Bildern von Tierpräparaten.