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Speaking of Video Art

Mo 24.8.26, 17 – 19 Uhr

Filmstill: Seitlicher Blick auf eine ältere Person, die mit hinter dem Rücken verschränkten Armen vor dem Wrack eines Bootes steht und in die Ferne blickt.

Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko, Aralkum, 2022

© Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko, Courtesy Daniel Asadi Faezi & Mila Zhluktenko

Einmal im Monat lädt die Berlinische Galerie mit „Speaking of Video Art“ zu einem Austausch in kleiner Runde über das aktuelle Programm im IBB-Videoraum ein. Die Veranstaltungsreihe bietet einen offenen Raum für alle, die Lust haben, über Filme oder gesellschaftspolitische Fragen in der Kunst zu diskutieren und verschiedene Künstler*innen und Autor*innen kennen zu lernen. Zusammen schauen wir ausgewählte Videos und lesen im Anschluss vor Ort kurze Ausschnitte aus Essays, Theorie, Erzählungen oder Gedichten auf Englisch oder Deutsch, die in inhaltlicher oder formaler Verbindung zu den Werken stehen. Das anschließende Gespräch bietet Raum sowohl diskursiven Fährten der Videoarbeiten als auch Perspektiven und Fragen aus der Gruppe nachzugehen.

Ausgehend von den Filmen „Aralkum“ und „rückblickend betrachtet“ von Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko lesen wir im August Auszüge aus dem Essay „Der bessere Dokumentarfilm, die gefundene Fiktion“ der Filmkritikerin Frieda Grafe, aus Harun Farockis „Über das Dokumentarische“ und aus dem Essay „Die dokumentarische Unschärferelation. Was ist Dokumentarismus?“ von Hito Steyerl. Beide Filme dokumentieren Situationen, die sich aus unterschiedlichen Gründen einer unmittelbaren Darstellung entziehen. Als sogenannte Essayfilme bringen sie Bildmaterial aus unterschiedlichen Kontexten in einen Zusammenhang, ohne diesen abschließend zu erklären. Im Gespräch soll es um diese Darstellungspolitiken gehen: Inwiefern können Dokumentarfilme Wirklichkeit abbilden? Wie kann im Film etwas sichtbar werden, das nicht gezeigt werden kann? Und was macht der Essayfilm nun anders als der Dokumentarfilm? 

Im IBB-Videoraum werden seit 2011 Künstler*innen präsentiert, die mit zeitbasierten Medien arbeiten. Das Programm zeigt Werke, die sich mit medialen oder auch politischen und sozialen Fragestellungen beschäftigen. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, marginalisierten Perspektiven Raum zu geben und Auswirkungen von Machtstrukturen sichtbar zu machen.

Die Veranstaltungsreihe wird von Louisa Engel, wissenschaftliche Volontärin Bildung und Outreach, moderiert. Die Termine können unabhängig voneinander besucht werden. Für die Teilnahme ist keine Vorbereitung erforderlich. Aktive Teilnahme an der Diskussion oder entspanntes Zuhören, beides ist gleichermaßen willkommen. 

Sprache: Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt. Um einen Austausch untereinander zu ermöglichen, sollten alle Teilnehmenden mindestens ein passives Verständnis beider Sprachen haben.

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung online

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

Ticket
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldung
Anmeldung online
Anmeldeformular
Information
Nächste Termine: 20.7.26, 24.8.26, 17 – 19 Uhr