Vorschau

Sibylle Bergemann

Fotografien 1966–2010

Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie ist posthum die weltweit erste Retrospektive in einem Museum. Sie stellt den einzigartigen Bilderkosmos von Sibylle Bergemann auf verschiedenen Erzählebenen vor.

Schwarz-Weiß Fotografie auf Silbergelatinepapier
Sibylle Bergemann, Birgit, Berlin, 1984
© Nachlass Sibylle Bergemann / OSTKREUZ. Courtesy Loock Galerie, Berlin

Sibylle Bergemann (1941–2010) gehört zu den bekanntesten ostdeutschen Fotograf*innen des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt ihrer ausdrucksstarken und feinsinnigen Bilder steht der Mensch, vor allem die Frau. Über mehr als fünf Jahrzehnte hinweg war die Fotografie die große Leidenschaft der Berlinerin. Und Fernweh war der Antrieb für ihr kreatives Schaffen weltweit: Berlin, Dakar, Moskau, New York, Paris. Mode- und Porträtaufnahmen zeichnen ihr Werk ebenso aus wie literarische Reportagen und dokumentarisch-künstlerische Serien.

In der DDR arbeitete Bergemann freiberuflich und kontinuierlich im Auftrag verschiedener Kunst- und Kulturmagazine wie „Das Magazin“, „Der Sonntag“ oder „Sibylle. Zeitschrift für Mode und Kultur“. Auch nach der Wende sichert sie ihre fotografische Autonomie: 1990 war sie eine der Mitbegründer* innen der Berliner Fotoagentur OSTKREUZ. Seit den 1990er Jahren fotografierte sie unter anderem für „GEO“, „Die Zeit“, „Stern“ oder „New York Times Magazine“.

Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie ist die weltweit erste Retrospektive in einem Museum. Sie stellt den einzigartigen Bilderkosmos von Sibylle Bergemann auf verschiedenen Erzählebenen vor. Gezeigt werden über 200 Fotografien aus den Sammlungsbeständen des Museums und aus dem Nachlass der Fotografin. Erstmalig werden auch ausgewählte Motive des Frühwerks ausgestellt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Nachlass von Sibylle Bergemann und wird ermöglicht durch den Förderverein der Berlinischen Galerie.