Das Team
im Atelier Bunter Jakob

Die Kursleiter*innen im Atelier Bunter Jakob sind Künstler*innen mit viel Erfahrung im Bereich der Kulturellen Bildung. Sie lieben die kreative Arbeit mit jungen Menschen und ermutigen die Teilnehmer*innen, die Kunst mit eigenen Augen zu sehen und ihre Perspektive einzubringen. Wenn aus diesen Erfahrungen am Ende Kunstwerke entstehen, ist das ein beglückendes Erlebnis – nicht nur für die Kinder und Jugendlichen.

Foto: Mensch im Werkstattraum hängt etwas vor dem Fenster auf.
© Daniel Müller

Beate Gorges

Künstlerische Leitung

Als Theaterwissenschaftlerin, freiberufliche Künstlerin und Kunstvermittlerin entwickle ich Konzepte und Medien im Kontext Bildende Kunst, Gesellschaft und Museum. Seit 2009 leite ich das Atelier Bunter Jakob in der Berlinischen Galerie für den Verein Jugend im Museum e.V.
Uns interessieren die Sichtweisen und Bedürfnisse der Besucher*innen. Unserer Erfahrung nach fördert der offene, auch streitbar geführte Dialog über die Kunst die persönliche Motivation, neues Wissen zu erwerben und eigene Vorstellungen zu beleuchten. Die Kunst bringt Menschen jeden Alters ins Gespräch. Mit der Kunst verquicken sich persönliche und universelle Aspekte auf einmalige Weise. Ich bin immer wieder beeindruckt, im Atelier Prozesse zu erleben, deren Ergebnis nicht vorhersehbar ist.

Tanja Al Kayyali

Künstlerische Mitarbeiterin

Ich studierte bis 2008 an der Universität der Künste in Damaskus. Nach dem Studium erhielt ich erste Aufträge als Künstlerin, vor allem als Illustratorin für Kinderbücher im arabischen Sprachraum. 2013 begann ich in der Nähe meines Geburtsortes in Serbien als Übersetzerin und Kulturvermittlerin in Flüchtlingslagern zu arbeiten. Meine Eindrücke aus der Mitarbeit in vielen Projekten mit verschiedenen internationalen NGOs sind in meine eigene Kunstproduktionen eingeflossen. In Berlin habe ich in der Meisterklasse von Robert Lucander und Mark Sadler Druckgrafik studiert.
Seit Januar 2023 vertrete ich Zara Morris und experimentiere künstlerisch mit Kindern aus einer Gemeinschaftsunterkunft in der Nähe der Berlinischen Galerie.

Josephine Garbe

Künstlerische Mitarbeiterin

Nach meinem Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig und an der Kunstakademie in Düsseldorf zog ich im Jahr 2022 zurück nach Berlin in die Stadt, in der ich 1991 geboren bin. Seit 2023 bin ich im Team Atelier Bunter Jakob der Berlinischen Galerie als Kunstvermittlerin beschäftigt.  
Meine kunstvermittlerische Tätigkeit ist eng verbunden mit meiner künstlerischen. Mit den Schritten, die ab dem Zeitpunkt des Aufstehens beginnen, begleitet uns die Frage, wohin wir mit diesen Schritten gehen. Welche Regung wird warum, wohin ausgeführt - was ist und woher kommt ein Impuls? Was sind seine Folgen? In meinen Videos, Fotografien, skulpturalen Arrangements und Zeichnungen beschreibe und umschreibe ich innere und äußere Zustände. Die künstlerische Sprache, die ich hierbei spreche, zielt nicht auf die Beantwortung existenzieller Fragestellungen ab, vielmehr auf die Betonung derselben. Es sind Untersuchungen von Körper und Körperlichkeit, Eigen- und Fremdwahrnehmungen sowie sozialen und inneren Gefügen und Störungen. Szenen, die sich in der Spannung zwischen persönlicher und kollektiver Gegenwart befinden, spielen mit Rollen und Perspektiven von Betrachtung und Gegenbetrachtung.
Ich möchte in meiner kunstvermittlerischen Praxis das Vertrauen und Selbstbewusstsein stärken, um Kunst anderer, sich Selbst und dem eigenen kreativen Sein zu begegnen. Ich möchte einen Raum für Auseinandersetzung und Toleranz schaffen und die Möglichkeit durch Begegnung in Austausch zu treten.

Marcos Garcia Pérez

Künstlerischer Mitarbeiter

Als bildender Künstler arbeite ich als Zeichner, primär im Feld der Kunst im öffentlichen Raum, der Community Art und der künstlerischen Vermittlung. Meine Arbeit untersucht Themen wie Wiederverwertung, Urbanität oder kollektive Autor*innenschaft. Entlang Spiel, Dialog, Spaziergängen und Improvisation entwickle ich Werkzeuge, die die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt fördert. Wie können die Museumsräume Plattformen für künstlerische Co-Produktion und sozialer Treffpunkt sein, in denen kritische Perspektiven bearbeitet werden können? Diese Fragestellung prägt zurzeit meine Motivation in der Vermittlungsarbeit. Dabei interessiere ich mich für langfristige Kooperationen zwischen Kunst-Institutionen/Vereinen und Nachbarschafts/Communitys, um der Beziehungsbildung und der Projektentwicklung mehr Tiefe und Sichtbarkeit verschaffen zu können.

Atefeh Kheirabadi

Künstlerische Mitarbeiterin

Kämpferin zu sein ist Kern meiner künstlerischen Arbeit, dabei interessiere ich mich für die filmische Gestaltung und Ästhetik als eine Ausdrucksform des Ungehorsams. Als experimentelle Filmemacherin beschäftige ich mich mit der Schnittstelle zwischen experimentellen Filmen und partizipativen Filmformaten. Mir ist besonders wichtig, für die Teilnehmer*innen Begegnungsräume zu schaffen, in denen wir durch künstlerische Beschäftigung mit Bild, Ton und Zeit für uns als Individuen und Gruppen weiterführende Grundlagen für partizipative Teilhabe, Widerstandsräume und neue Handlungsperspektiven entwickeln können – wodurch jede*r für sich selbst und andere Widerstandmöglichkeiten eröffnet.
Seit September 2021 leiten Zara Morris und ich ein Angebot mit Kindern aus der „GU Stallschreiberstraße“ in der Nachbarschaft des Museums. Dabei experimentieren wir in interdisziplinären Formen wie Zeichnung, Fotografie, Performance und Film, um frei die Grenzen zwischen den Formen überschreiten zu können.

Zara Verity Morris

Künstlerische Mitarbeiterin

Insbesondere mit dem Master Art in Context und der Fortbildung Kontext Schule an der Universität der Künste Berlin habe ich den Schwerpunkt meiner Arbeit auf die Kunstvermittlung in Museen gelegt. Seit 2015 arbeite ich im Team Atelier Bunter Jakob. Unter anderem konzipiere ich Workshops mit geflüchteten Familien, Kita-Kindern, Schulklassen und jungen Erwachsenen und führe diese durch.
Als ausgebildete Künstlerin bin ich davon überzeugt, dass Methoden der künstlerischen Vermittlung Kindern, Jugendlichen und Familien eine besondere und inklusive Erfahrung in Ausstellungen und Workshops anbieten können und ihnen erlauben, sich neuen und komplexen Themen, Ideen und Exponaten selbstbestimmt anzunähern. Ich finde es wichtig, in Workshops ein vielfältiges Sortiment von Medien und Techniken anzubieten, um ein diverses Publikum zu erreichen.

Laura Pearsall

Künstlerische Mitarbeiterin

Von 1977-82 habe ich an der Kieler Muthesius-Schule Freie Kunst mit dem Schwerpunkt „Experimentelle Malerei“ studiert. Seit 2004 entwickele und leite ich als freischaffende Künstlerin und  als Teil des Künstler*innenteams von Jugend im Museum e.V. verschiedene Workshopformate für das Atelier Bunter Jakob in der Berlinischen Galerie.
Dazu gehören ausstellungsbezogene Programme für Kitas, Schulklassen, Freizeit, Familie, Ferienkurse, ein Farblabor und das Offene Atelier. Gespräche, Zeichnen in den Ausstellungen, das Ausprobieren unterschiedlicher Techniken/Materialien und eine Vielzahl weiterer Methoden unterstützen dabei die Teilnehmer*innen innerhalb der Gruppe bei ihrer eigenständigen Kontaktaufnahme zu den Kunstwerken. Ich freue mich auf jede neue Ausstellung als Raum für sinnliche Erfahrungen, partizipative Wissenserweiterung und inklusive Abenteuer.

Marta Stanisława Sala

Künstlerische Mitarbeiterin

Seit Februar 2022 bin ich Teil des Künstler*innenteams von Jugend im Museum e.V. im Atelier „Bunter Jakob”. Ich leite und konzipiere Workshops für Schulklassen sowie Ferienprogramme in der Berlinischen Galerie.
Zusammen mit Kindern, Jugendlichen, Schulgruppen und Familien wird collagiert, genäht, gezeichnet; wir gestalten Kleider und Kostüme, fotografieren, experimentieren und diskutieren. Gemeinsam erfinden wir stets etwas Neues. Künstlerisches Arbeiten in Kollektiven oder in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen und Menschen mit unterschiedlichen sozialen sowie kulturellen Hintergründen ist meine Leidenschaft. Ich habe Malerei an der Krakauer Kunstakademie studiert und eine Ausbildung  für Bekleidungstechnologie absolviert. Dank eines DAAD-Stipendiums habe ich das Masterstudium „Kunst im Kontext” an der Universität der Künste in Berlin absolviert. Jetzt beschäftige ich mich mit der Diskussion um Intersektionalität, Umweltschutz, Antirassismus, Erinnerungskultur oder Postkolonialismus. Meine Hauptmedien sind Malerei, Collage, Film, Textil, Happening oder eine Mischung aus all dem.

Kontakt

Jugend im Museum e.V.

Tel +49 030-505 907 71
info@jugend-im-museum.de