Das Team
im Atelier Bunter Jakob

Die Kursleiter*innen im Atelier Bunter Jakob sind Künstler*innen mit viel Erfahrung im Bereich der Kulturellen Bildung. Sie lieben die kreative Arbeit mit jungen Menschen und ermutigen die Teilnehmer*innen, die Kunst mit eigenen Augen zu sehen und ihre Perspektive einzubringen. Wenn aus diesen Erfahrungen am Ende Kunstwerke entstehen, ist das ein beglückendes Erlebnis – nicht nur für die Kinder und Jugendlichen.

Foto: Mensch im Werkstattraum hängt etwas vor dem Fenster auf.
© Daniel Müller

Beate Gorges

Künstlerische Leitung

Als Theaterwissenschaftlerin, freiberufliche Künstlerin und Kunstvermittlerin entwickle ich Konzepte und Medien im Kontext Bildende Kunst, Gesellschaft und Museum. Seit 2009 leite ich das Atelier Bunter Jakob in der Berlinischen Galerie, für den Verein Jugend im Museum e.V.
Atelier und Museum verbindet das Interesse an den Sichtweisen seiner Besucher*innen. Unserer Erfahrung nach fördert der offene, auch streitbar geführte Dialog über die Kunst die persönliche Motivation, neues Wissen zu erwerben und eigene Vorstellungen zu beleuchten. Die Kunst bringt Menschen jeden Alters ins Gespräch. Mit der Kunst verquicken sich persönliche und universelle Aspekte auf einmalige Weise. Ich bin immer wieder beeindruckt, im Atelier Prozesse zu erleben, deren Ergebnis nicht vorhersehbar ist. Die Chancen des Versuchs, die Ergiebigkeit des Fehlers und das Glück des Zufalls gehören zu den großen Potentialen der künstlerischen Vermittlung.

Barbara Antal

Künstlerische Mitarbeiterin

Nach dem Studium der Freien Kunst, der Fotografie und des Designs in Budapest und Braunschweig habe ich 2012 den Master of Art in Context an der Universität der Künste Berlin gemacht. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt in der künstlerischen Arbeit mit gesellschaftlichen Gruppen in Kulturinstitutionen. Als Fotografin und Kunstvermittlerin geht es mir vor allem um die persönliche Wahrnehmung und deren visuelle Darstellbarkeit. In fast jeder Sekunde unseres Lebens sind wir umringt von Bildern, wir produzieren und konsumieren sie. Wie lässt sich visuelle Sprache deuten und aktiv nutzen? Besonders wichtig ist mir, den Teilnehmer*innen das Vertrauen in die eigene Meinung zu vermitteln und Raum für kritische Fragestellungen zu öffnen.

Josephine Garbe

Künstlerische Mitarbeiterin

Nach meinem Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig und an der Kunstakademie in Düsseldorf zog ich im Jahr 2022 zurück nach Berlin in die Stadt, in der ich 1991 geboren bin. Seit 2023 bin ich im Team Atelier Bunter Jakob der Berlinischen Galerie als Kunstvermittlerin beschäftigt.  
Meine kunstvermittlerische Tätigkeit ist eng Verbunden mit meiner künstlerischen. Mit den Schritten, die ab dem Zeitpunkt des Aufstehens beginnen, begleitet uns die Frage, wohin wir mit diesen Schritten gehen. Welche Regung wird warum, wohin ausgeführt - was ist und woher kommt ein Impuls? Was sind seine Folgen?
In meinen Videos, Fotografien, skulpturalen Arrangements und Zeichnungen beschreibe und umschreibe ich innere und äußere Zustände. Die künstlerische Sprache, die ich hierbei spreche, zielt nicht auf die Beantwortung existenzieller Fragestellungen ab, vielmehr auf die Betonung derselben. Es sind Untersuchungen von Körper und Körperlichkeit, Eigen- und Fremdwahrnehmungen sowie sozialen und inneren Gefügen und Störungen. Szenen, die sich in der Spannung zwischen persönlicher und kollektiver Gegenwart befinden, spielen mit Rollen und Perspektiven von Betrachtung und Gegenbetrachtung.
Ich möchte in meiner kunstvermittlerischen Praxis das Vertrauen und Selbstbewusstsein stärken, um Kunst anderer, sich Selbst und dem eigenen kreativen Sein zu begegnen. Ich möchte einen Raum für Auseinandersetzung und Toleranz schaffen und die Möglichkeit durch Begegnung in Austausch zu treten.

Marcos Garcia Pérez

Künstlerischer Mitarbeiter

Als bildende Künstler arbeite ich als Zeichner, primär im Feld der Kunst im öffentlichen Raum, der Community Art und der künstlerischen Vermittlung. Meine Arbeit untersucht Themen wie Wiederverwertung, Urbanität oder kollektive Autorschaft. Entlang Spiel, Dialog, Spaziergängen und Improvisation entwickle ich Werkzeuge, die die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt fördert.  
Wie können die Museumsräume als Plattformen für künstlerische Co-Produktion und als sozialer Treffpunkt wirken, in dem kritische Perspektiven bearbeitet werden können? Diese Fragestellung prägt zurzeit meine Motivation in der Vermittlungsarbeit. Dabei interessiere ich mich für langfristige Kooperationen zwischen Kunst-Institutionen/Vereinen und Nachbarschaft/Communitys, um der Beziehungsbildung und der Projektentwicklung mehr Tiefe und Sichtbarkeit verschaffen zu können.

Claire Fristot

Künstlerische Mitarbeiterin

Claire Fristot arbeitet als Videokünstlerin in den Bereichen Audiovisuelle Performance, Videoinstallation und Film. In ihren Arbeiten kombiniert sie dabei verschiedene Animations- und Videotechniken. Sie studierte an der Kunsthochschule Poitiers Video- und Medienkunst und absolvierte ihren Master 2 am École des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS, Paris) in dem Bereich Videokunstgeschichte und visuelle Anthropologie. Neben ihren künstlerischen Projekten arbeitet sie als mediale Bühnenbildnerin und leitet audiovisuelle Workshops für Jugendliche und Erwachsene an Kunsthochschulen in Deutschland und Frankreich.
Seit 2019 ist sie auch Teil des künstlerischen Teams von Jugend im Museum, insbesondere der Berlinische Galerie.

Atefeh Kheirabadi

Künstlerische Mitarbeiterin

Kämpferin zu sein ist Kern meiner künstlerischen Arbeit und dabei interessiere ich mich für die filmische Gestaltung und Ästhetik als eine Ausdrucksform des Ungehorsams. Als experimentelle Filmemacherin beschäftige ich mich an der Schnittstelle zwischen experimentellen Filmen und partizipativen Filmformaten. Besonders ist es mir wichtig, mit den Teilnehmer*innen Begegnungsräume zu schaffen, in denen wir durch künstlerische Beschäftigung mit Bild, Ton und Zeit für uns als Individuen und Gruppen weiterführende Grundlagen für partizipative Teilhabe, Widerstandsräume und neue Handlungsperspektiven entwickeln – wodurch jeder für sich selbst und andere Widerstandmöglichkeiten öffnet.
Seit September 2021 leiten Zara Morris und ich ein Angebot mit Kindern aus der „GU Stahlschreiberstraße“ in der Nachbarschaft des Museums. Dabei experimentieren wir in interdisziplinären Formen wie Zeichnung, Fotografie, Performance und Film, um frei die Grenzen zwischen den Formen überschreiten zu können.

Zara Verity Morris

Künstlerische Mitarbeiterin

Insbesondere mit dem Master Art in Context und der Fortbildung Kontext Schule an der Universität der Künste Berlin habe ich den Schwerpunkt meiner Arbeit auf die Kunstvermittlung in Museen gelegt. Seit 2015 arbeite ich im Team Atelier Bunter Jakob. Unter anderem konzipiere ich Workshops mit geflüchteten Familien, Kita-Kindern, Schulklassen und jungen Erwachsenen und führe diese durch.
Als ausgebildete Künstlerin bin ich davon überzeugt, dass Methoden der künstlerischen Vermittlung Kindern, Jugendlichen und Familien eine besondere und inklusive Erfahrung in Ausstellungen und Workshops anbieten können und ihnen erlauben, sich neuen und komplexen Themen, Ideen und Exponaten selbstbestimmt anzunähern. Ich finde es wichtig, in Workshops ein vielfältiges Sortiment von Medien und Techniken anzubieten, um ein diverses Publikum zu erreichen.

Laura Pearsall

Künstlerische Mitarbeiterin

Bereits seit Eröffnung der Berlinischen Galerie am Kreuzberger Standort 2004 bin ich als Kunstvermittlerin im Atelier Bunter Jakob tätig.
Die Anbindung des Ateliers an die Sammlung und Ausstellungen des Museums ist mir sehr wichtig, um vielen Kindern und Familien in Berlin den Zugang zur Kunst direkt mit ihren vielen Facetten nahe zu bringen. Als freie Künstlerin beschäftige ich mich mit experimentellen Prozessen in der Kunst und der Spielerei mit Ideen und Materialien. Mein Wissen und meine Erfahrungen gebe ich gerne weiter. Während meiner Arbeit mit Jugend im Museum und der Berlinischen Galerie habe ich durch vielfältige Fortbildungen, durch meine Kolleg*Innen und gemeinsame Reflexionstreffen sehr viel über Kolonialismus, Rassismus, Queerness und allgemeines Othering dazugelernt.
Danke dafür.

Kontakt

Jugend im Museum e.V.

Tel +49 030-505 907 71
info@jugend-im-museum.de