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Sounding the Collection

Sa 27.6.26 – So 28.6.26, 11 – 16 Uhr

Foto: Mehrere Besucher*innen stehen und sitzen im Ausstellungsraum und betrachten Kunstwerke.
© Daniel Müller

Wie hört man Bilder? Wie lässt sich ein Raum übersetzen, eine Farbe vertonen, eine Oberfläche oder Stimmung in Klang verwandeln? Welche Erinnerungen, Atmosphären und inneren Bilder entstehen beim Betrachten eines Kunstwerks, und wie können diese hörbar gemacht werden? Der zweitägige Workshop lädt dazu ein, die Sammlung der Berlinischen Galerie aus einer auditiven Perspektive zu erkunden. Gemeinsam mit den Künstler*innen Bea Targosz, Laura Mello, Özcan Ertek und Andrei Cucu entwickeln die Teilnehmenden experimentelle Klangkompositionen, die ausgewählte Kunstwerke und Ausstellungsräume neu interpretieren und erweitern. Im Zentrum des Workshops steht die Verbindung von Wahrnehmung, Raum und Klang. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit aufmerksamem und fokussiertem Hören, sammeln akustische Eindrücke innerhalb der Ausstellung und erforschen, wie visuelle Erfahrungen in auditive Erzählungen übersetzt werden können. Ausgehend von einzelnen Werken oder räumlichen Situationen entstehen Konzepte für kurze ortsbezogene Audiostücke, die mit aufgenommenen Geräuschen, Sprache, Klangfragmenten und Atmosphären arbeiten. Ein Projekt im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur 2025/26, Idee und Konzept von Greta Wehking.

Workshop-Tag 1
Der erste Workshoptag widmet sich der Sensibilisierung für akustische Wahrnehmung und der klanglichen Recherche. Durch Hörübungen, gemeinsame Reflexionen und experimentelle Aufnahmen entwickeln die Teilnehmenden erste Ideen und sammeln Material innerhalb und außerhalb der Ausstellungsräume. 

Workshop-Tag 2
Im zweiten Teil steht die künstlerische Umsetzung im Fokus: Die aufgenommenen Klänge werden geschnitten, montiert und arrangiert. Durch einfache Techniken der Audiobearbeitung und kompositorische Impulse entstehen poetische, atmosphärische oder narrative Klangarbeiten, die neue Zugänge zu den Kunstwerken eröffnen. 

Abschlusspräsentation
Zum Abschluss werden am 3.7.26 ab 15 Uhr die entstandenen Arbeiten im Rahmen einer gemeinsamen Führung durch die Sammlung präsentiert. Die Audiostücke sollen für Besucher*innen dauerhaft zugänglich bleiben und eine weitere sinnliche Ebene der Begegnung mit den Werken bieten. 

Voraussetzungen
Der Workshop versteht sich als offene Plattform für experimentelles Arbeiten und richtet sich an Menschen mit Interesse an Klang, Kunst, Wahrnehmung und interdisziplinären Arbeitsweisen. Ein eigener Laptop, Kopfhörer und grundlegende Erfahrungen mit dem Audioschnitt in einer Digital Audio Workstation müssen mitgebracht werden.

Workshopleitung: Laura Mello, Bea Targosz, Özcan Ertek, Andrei Cucu
Teilnahmegebühr: 5 €
Hinweis: Das Ticket gilt für beide Workshop-Tage, für die Abschlusspräsentation ist kein Ticket nötig.
 

Klang ist mehr als Musik. Klang ist Gefühl, Klang ist Gesellschaft, Klang ist Politik, Klang ist Wahrnehmung, Klang ist Erfahrung, Klang ist Kunst. Errant Sound ist ein Ort, an dem die verschiedenen Formen der Klangkunst zusammenlaufen - Klanginstallation und politischer Diskurs, elektroakustische Komposition und akustische Stadtplanung, Radiokunst und mediale Skulptur. Gegründet 2013 als selbstverwaltetes Kollektiv in Berlin, bündelt Errant Sound künstlerische Praxis, kritischen Diskurs und internationale Vernetzung unter einem Dach. Unser Projektraum ist nicht nur Ausstellungshaus und Performanceraum – er ist ein Labor, ein Knotenpunkt, ein Resonanzraum für eine Kunstform, die in Berlin eine besondere Wertschätzung hat. Mehr erfahren

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

Anmeldung
Anmeldung mit Onlineticket