Lovis Corinth, Tilla Durieux als spanische Tänzerin, 1908 (Ausschnitt)
© Foto: Leopold MuseumLovis Corinth war ein begeisterter Theatergänger. Über den Maler Walter Leistikow fand er nach seinem Umzug im Jahr 1901 schnell auch Zugang zu den Theaterkreisen Berlins. Er porträtierte Schauspieler*innen – darunter Tilla Durieux – in ihren Rollen und schuf Entwürfe für Kostüme und Bühnenbilder zu Inszenierungen Max Reinhardts. Die Ausstellung „Lovis Corinth. Dann kam Berlin!" widmet diesem Thema ein eigenes Kapitel.
Begleitend dazu liest Sophie Rois Auszüge aus Tilla Durieux' Erinnerungen „Meine ersten neunzig Jahre“. Durieux (1880–1971) war einer der großen Bühnenstars ihrer Zeit. Sie spielte unter Max Reinhardt und Erwin Piscator, emigrierte 1933 in die Schweiz, 1937 nach Zagreb ins damalige Jugoslawien und stand nach ihrer Rückkehr 1952 bis kurz vor ihrem Tod erneut auf deutschen Bühnen. Ihre Erinnerungen erzählen von einem Leben im Theater, von Künstler*innenfreundschaften, vom Kunsthandel ihres zweiten Eheanns Paul Cassirer und verknüpfen das Persönliche mit den kulturellen und politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.
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