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GASAG Kunstpreis 2026

Jeewi Lee
11.9.26 – 5.4.27

Porträt Jeewi Lee

Jeewi Lee (*1987 in Seoul, Südkorea) erhält den GASAG Kunstpreis 2026.
In ihren Bildserien, Skulpturen, ortsspezifischen Installationen und Interventionen verwendet die Künstlerin einfache, scheinbar wertlose Materialien, in die sich Spuren von Zeit und Vergänglichkeit als Erinnerung eingeschrieben haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung, die wissenschaftliche Materialuntersuchungen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie zu poetischen, meditativen Bildwelten verbindet. Unter dem Titel „Residual Memories“ widmet sich die Preisträgerin Sand als einem Material, das alltäglich erscheint und zugleich von globaler Tragweite ist. Sand besteht aus Mineralien, Gestein, organischen Resten und zunehmend auch aus Mikroplastik. Er steckt in Beton, Glas, Mikrochips und Wasserfiltern und ist Grundlage unserer gebauten Gegenwart, wird jedoch weltweit in einem Ausmaß verbraucht, das ihn zu einer zunehmend knappen Ressource macht.

Die Jury würdigte mit ihrer Entscheidung den zugleich wissenschaftlich präzisen wie poetisch konzeptuellen Umgang mit ihren Materialien und Themen, den sie in ihren Werken konsequent ausbaut und weiterentwickelt. Die von der GASAG initiierte Auszeichnung wird seit 2010 in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Die Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik. Mit dem GASAG Kunstpreis ist eine ortsspezifische Präsentation in der Berlinischen Galerie und eine Publikation verbunden. Die Ausstellung findet im Rahmen der Berlin Art Week 2026 statt.

 

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