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Jeewi Lee

Residual Memories
GASAG Kunstpreis 2026

Abstrakte, mikroskopisch wirkende Nahaufnahme einer ockerfarbenen und fleckigen Form auf dunklem, feingewebtem oder geklüftetem Hintergrund.

Jeewi Lee, Inner Monologue Popenguine 25-80, 2026

© Courtesy of Jeewi Lee & Phillip C. Reiner

Die Berlinische Galerie präsentiert im Rahmen des GASAG Kunstpreises 2026 die erste institutionelle Einzelausstellung von Jeewi Lee in Berlin. In ihren Bildserien, Skulpturen, ortsspezifischen Installationen und Interventionen verwendet die Künstlerin einfache, scheinbar wertlose Materialien, in die sich Spuren von Zeit und Vergänglichkeit als Erinnerung eingeschrieben haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung, die wissenschaftliche Materialuntersuchungen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie zu poetischen, meditativen Bildwelten verbindet. Unter dem Titel „Residual Memories“ widmet sich die Preisträgerin Sand als einem Material, das alltäglich erscheint und zugleich von globaler Tragweite ist. Sand besteht aus Mineralien, Gestein, organischen Resten und zunehmend auch aus Mikroplastik. Er steckt in Beton, Glas, Mikrochips und Wasserfiltern und ist Grundlage unserer gebauten Gegenwart, wird jedoch weltweit in einem Ausmaß verbraucht, das ihn zu einer zunehmend knappen Ressource macht.

Jeewi Lee, Ashes to Ashes, 2019 – 2021

Jeewi Lee in den Wilhelm Hallen

Vom 5.9. bis 13.9.2026 präsentiert die Berlinische Galerie Jeewi Lees Arbeit „Ashes to Ashes“ (2019 – 2021) im Rahmen des Kunstfestivals Hallen 07 in den Wilhelm Hallen.

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Foto: Jeewi Lee in ihrem Atelier

Jeewi Lee, Preisträgerin GASAG Kunstpreis 2026

© Ecaterina Rusu

Über die Künstlerin

Die koreanisch-deutsche Künstlerin Jeewi Lee (*1987 in Seoul, Südkorea) studierte von 2008 bis 2014 Malerei an der Universität der Künste Berlin sowie am Hunter College in New York. Seit 2015 wurde sie in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. 2018 erhielt sie den Kunstpreis Villa Romana sowie 2021 den Kunstpreis Junger Westen und 2025 das Stipendium Villa Aurora. Jeewi Lee lebt und arbeitet in Berlin.

GASAG Kunstpreis

Die von der GASAG initiierte Auszeichnung wird seit 2010 in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Die Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik.

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