Rückblick

Michael
Sailstorfer

Forst
Vattenfall Contemporary 2012

Michael Sailstorfer ist Preisträger des „Vattenfall Contemporary 2012“. Mit ihm wird eine künstlerische Position geehrt, die den klassischen Begriff der Skulptur neu befragt und erweitert.

In seinen oft aufwendig produzierten Arbeiten bringt er Dinge und Prozesse des täglichen Lebens in neue Beziehungen zueinander und erzeugt damit Bilder von poetischer Kraft.

Zentrales Motiv seiner ersten großen Einzelausstellung in Berlin ist der Wald. In der Installation "Forst" nehmen fünf über Kopf aufgehängte und sich langsam drehende Bäume die gesamte, zehn Meter hohe Ausstellungshalle ein. Während Sailstorfer damit die Natur in den Ausstellungsraum holt, bringt er mit der zweiten Arbeit "Schwarzwald" die Kunst in die Natur: In einem Waldstück entstand mit schwarzer Farbe ein quadratisches Feld, das an Kasimir Malewitschs Schwarzes Quadrat von 1914/15 erinnert. Dessen langsame, durch natürliche Prozesse ausgelöste Auflösung wird von einer Videokamera überwacht und via Live-Stream auf einen Monitor im Ausstellungsraum übertragen.

Michael Sailstorfer (*1979 Velden/Vils) studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Olaf Metzel und am Goldsmiths College in London. Einzelausstellungen waren u. a. zu sehen in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (2008), der Kestnergesellschaft Hannover (2010/11), dem S.M.A.K. in Genth (2011) und der Kunsthalle Nürnberg (2011).

Der Trailer zur Ausstellung

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