Rückblick

Franz
Ackermann

Hügel und Zweifel

Der Maler, Zeichner und Installationskünstler Franz Ackermann (*1963 in Neumarkt St. Veit, Bayern)gehört seit mehr als 15 Jahren zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern.

Franz Ackermann hat für die Berlinische Galerie ein Raumkonzept entwickelt, das Wandmalerei, Tafelbilder und Fotografie miteinander in Beziehung setzt. Er bespielt die über 40 Meter lange und etwa 10 Meter hohe erste Ausstellungshalle des Museums mit einer raumgreifenden Installation. Sie besteht aus einer eigens für das Museum geschaffenen Wandmalerei und wird durch großformatige Tafelbilder und fotografische Arbeiten ergänzt.

So entsteht ein ortsspezifisches Landschaftsbild in der Tradition der „Weltlandschaften“, wie sie sich im 16. Jahrhundert ausgehend von dem flämischen Maler Joachim Patinirs entwickelten: Ackermanns Arbeit eröffnet zunächst einen Überblick, gleich einem Panorama. Eine Hügellandschaft entfaltet sich. Verändert der Betrachter seine Position, offenbart sich aber auch ein ungeheurer Detailreichtum. Die idealtypische Szenerie wird durch Ergänzungen unterbrochen wie etwa Fotografien aus Indien und Tarlabasi, einem Istanbuler Stadtviertel, das kurz vor dem Abriss steht. Sie repräsentieren die im Titel der Ausstellung angesprochenen Zweifel, sind integraler Bestandteil der Wandmalerei und zugleich deren Widersacher.

Die Kombination unterschiedlicher Medien in der Berlinischen Galerie wird nur an diesem Ort so zu sehen sein: Die Tafelbilder werden als Einzelwerke zu ihren Besitzern zurückgehen, die Wandgemälde übermalt.

Die Ausstellung entstand im Rahmen des Kooperationsprojekts Painting Forever! – einer Kooperation der Berlinischen Galerie, der Deutsche Bank KunstHalle, der KW Institute for Contemporary Art und der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin. Initiiert vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

Der Trailer zur Ausstellung

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