Raoul Hausmann, ABCD, 1923/24, Musée national d‘art moderne, Centre Georges Pompidou, Paris, Grafische Sammlung, Ankauf 1974
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Repro: © bpk/CNAC-MNAMUm den Dadaisten, Visionär und Medienkünstler Raoul Hausmann dreht sich am 1. März in der Berlinischen Galerie ein ganzer Tag: ein Großes Dada Dings!
Als Auftakt lesen Melika Foroutan, Nikolai Kinski und Ulrich Noethen aus Hausmanns bislang unveröffentlichter Textcollage „Hyle“. Das radikale Sprachexperiment kombiniert Autobiografie, Lyrik und atmosphärisches Erleben in einer unkonventionellen, zugleich poetischen Erzählung.
Über Hausmanns Vision, die Sinneseindrücke ebenso wie die künstlerischen Ausdrucksformen miteinander zu verschalten, sprechen Jan Thoben (Programmkoordinator Sound Studies and Sonic Arts, Universität der Künste Berlin) und die Kuratoren am Beispiel von Hausmanns Werken der 1920er Jahre, die in der Ausstellung zu sehen sind. Sie zeigen die Aktualität eines Denkens über Mediengrenzen hinweg.
In der Performance „Dada x Merz“ begibt sich der Musiker und Performer Florian Kaplick (Edinburgh) auf die Spur einer künstlerischen Transformation: Wie wurden aus den Buchstaben, die Hausmann 1918 willkürlich auf Plakate drucken ließ, Klänge, und wie formte der Künstlerfreund Kurt Schwitters daraus seine legendäre „Ursonate“? Zwischen Lautpoesie, Musik und Aktion wird der schöpferisch-kuriose Dialog der beiden Avantgardisten lebendig.
Für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene steht die Werkstatt „bla blA BLA Collage“ offen: Hier können Bilder und Texte zu eigenen Collagen verarbeitet werden.
Die Ausstellung „Raoul Hausmann. Vision. Provokation. Dada.“ ist noch bis 16.3. in der Berlinischen Galerie zu sehen.
Programm
13 – 14 Uhr: „Hyle“ – Lesung aus Raoul Hausmanns bislang unveröffentlichter Textcollage
mit Melika Foroutan, Nikolai Kinski und Ulrich Noethen
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14:30 – 17:30 Uhr: bla blA BLA Collage
Collage-Werkstatt für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene, Einstieg jederzeit möglich
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17:15 – 18:00 Uhr: Synästhesie und Intermedialität – Hausmanns Projekt, Sinne und Künste zu verschalten
Kunstgespräch mit Jan Thoben, UdK Berlin
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18:30 – 19:15 Uhr: Dada x Merz – Wie Buchstaben zur Sonate wurden
Performance mit Florian Kaplick, Edinburgh/München
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- Standort
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Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin - Ticket
- Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten.
- Anmeldung
- Ohne Anmeldung (begrenzte Teilnehmer*innenzahl)
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