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Gespräch: Synästhesie und Intermedialität

So 1.3.26, 17:15 – 18 Uhr

Kunstwerk von Raoul Hausmann: Büste eines Kopfes mit Brille. Der Hintergrund zeigt ein Zimmer mit Stuhl, Gemälden an der Wand und Tür. Eine Staffelei ist zu erahnen.

Raoul Hausmann, Porträt Conrad Felixmüller als mechanischer Kopf, 1920

© VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Repro: bpk, Kupferstichkabinett, SMB/Jörg P. Anders

Synästhesie und Intermedialität | Raoul Hausmanns Projekt, Sinne und Künste zu verschalten

Raoul Hausmanns Schaffen ist überwältigend vielfältig. Der Dadaist arbeitete bereits im frühen 20. Jahrhundert multimedial. Mit der Motivation, das menschliche Wahrnehmen neu und intensiver zu gestalten, erschloss er virtuos und selbstbewusst immer neue Ausdrucksformen – Mode, Literatur, Fotografie, Tanz – und verband dabei auch Kunst und Technik. Wie Hausmanns Arbeit in allen Sparten, sein Erfindergeist und seine Vision zusammenhängen, die Sinneseindrücke miteinander zu verschalten, darüber sprechen die Kuratoren der Hausmann-Retrospektive mit Jan Thoben. Als Dozent an der Universität der Künste Berlin geht Thoben auch mit Studierenden den synästhetischen Experimenten des Künstlers nach.

Das Publikum erwartet eine Praxisvorführung, wie das von Hausmann entwickelte, allerdings nie realisierte „Optophon“ hätte funktionieren sollen: Ein Apparat, der Licht in Töne umwandelt!

Im Museumseintritt enthalten,
ohne Anmeldung

Jan Thoben ist Musikwissenschaftler und Kunsthistoriker in Berlin. Er war an den Kunsthochschulen in Leipzig und Mainz sowie an der Universität der Künste Berlin tätig. Dort ist er seit 2017 Programmkoordinator für den Masterstudiengang Sound Studies and Sonic Arts, dessen Leitung er 2021–22 interimistisch übernahm. Thoben lehrt, forscht und publiziert zur Klangkunst und -theorie, experimentellen Musik und audiovisuellen Medienkunst des 20. Jahrhunderts, darunter auch Raoul Hausmanns Optophon.

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

Ticket
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten.
Anmeldung
Ohne Anmeldung (begrenzte Teilnehmer*innenzahl)