Als Auftakt lesen Melika Foroutan, Nikolai Kinski und Ulrich Noethen aus Hausmanns bislang unveröffentlichter Textcollage „Hyle“. Das radikale Sprachexperiment kombiniert Autobiografie, Lyrik und atmosphärisches Erleben in einer unkonventionellen, zugleich poetischen Erzählung.
Über Hausmanns Vision, die Sinneseindrücke ebenso wie die künstlerischen Ausdrucksformen miteinander zu verschalten, sprechen Jan Thoben (Programmkoordinator Sound Studies and Sonic Arts, Universität der Künste Berlin) und die Kuratoren am Beispiel von Hausmanns Werken der 1920er Jahre, die in der Ausstellung zu sehen sind. Sie zeigen die Aktualität eines Denkens über Mediengrenzen hinweg.
In der Performance „Dada x Merz“ begibt sich der Musiker und Performer Florian Kaplick (Edinburgh) auf die Spur einer künstlerischen Transformation: Wie wurden aus den Buchstaben, die Hausmann 1918 willkürlich auf Plakate drucken ließ, Klänge, und wie formte der Künstlerfreund Kurt Schwitters daraus seine legendäre „Ursonate“? Zwischen Lautpoesie, Musik und Aktion wird der schöpferisch-kuriose Dialog der beiden Avantgardisten lebendig.
Für Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene steht die Werkstatt „bla blA BLA Collage“ offen: Hier können Bilder und Texte zu eigenen Collagen verarbeitet und anschließend kopiert und verteilt werden.
Die Ausstellung ist an diesem Tag bis 18:30 Uhr geöffnet, die letzte Veranstaltung endet um 19:30 Uhr. „Raoul Hausmann. Vision. Provokation. Dada.“ ist noch bis 16.3. zu sehen.
Programm
Lesung: „Hyle“
Aus Raoul Hausmanns bislang unveröffentlichter Textcollage – mit Melika Foroutan, Nikolai Kinski und Ulrich Noethen
Workshop: bla blA BLA Collage
Offener Collageworkshop mit dem Atelier Bunter Jakob
Führung mit DGS
In 60 Minuten geben wir einen Einblick in die Ausstellung „Raoul Hausmann. Vision. Provokation. Dada.“ mit Dolmetschung in Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Führung
In 60 Minuten geben wir einen Einblick in die Ausstellung „Raoul Hausmann. Vision. Provokation. Dada.“