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Suddenly
Wonderful

Zukunftsideen für Westberliner Großbauten der 1970er Jahre

M.ICC Mobility Innovation Congress Center, 2019

M.ICC Mobility Innovation Congress Center, 2019

© GRAFT GmbH

In Berlin gibt es bemerkenswerte Großbauten, die in den 1970er Jahren während des Kalten Krieges als neue Standorte für Wissenschaft, Forschung und Kultur errichtet wurden. Über Jahre vernachlässigt und inzwischen technisch veraltet, sind diese Gebäude heute teilweise vom Abriss bedroht. Hierzu gehören etwa in Charlottenburg das „Internationale Congress Centrum“ (ICC, 1973–1979) oder in Lichterfelde das ehemalige „Institut für Hygiene und Mikrobiologie“ (1969–1974) und die ehemaligen „Zentralen Tierlaboratorien“ der Freien Universität Berlin („Mäusebunker“, 1971–1981).

Mit ihren neuartigen Raumformen, Materialien und komplexen Funktionen standen diese Architekturen in den Westberliner Quartieren für Zukunftsoptimismus. Sie sollten die abgeriegelte Halbstadt international konkurrenzfähig halten. Originale – zum Teil noch nie gezeigte Baudokumente aus der Sammlung des Museums gepaart mit künstlerischen Arbeiten – erläutern ihre Entstehung und ihren baukulturellen Wert als überregional wichtige Zeugnisse der Geschichte. Darüber hinaus verweist die Ausstellung erstmalig auf aktuelle Projekte, die sich mit der Zukunftsfähigkeit dieser Großbauten auseinandersetzen. Zu sehen sind Bauideen renommierter Berliner Büros, die den Bestand als wertvolle Ressource achten und die Orte als identitätsstiftend für die Bewohner*innen wertschätzen. Die Ausstellung umfasst etwa 150 Werke von rund 20 Architekt*innen, Planungsbüros, Fotograf*innen und Künstler*innen.

Architekt*innen und Künstler*innen (Auswahl):

Fehling+Gogel, G+M Hänska, Ralf Schüler & Ursulina Schüler-Witte, b+ (bplus.xyz), Bureau N mit Something Fantastic, GRAFT, Neuner & Boeving, Nathan Eddy, Beate Gütschow, Tracey Snelling

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