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Daniel Hölzl

Ortsspezifische Intervention „soft cycles“

Daniel Hölzl, soft cycles, 2025 [mock-up]

Daniel Hölzl, soft cycles, 2025 [mock-up]

© Daniel Hölzl, Foto: Noshe

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Berlinischen Galerie markiert der Künstler Daniel Hölzl den Eingangsbereich zum Museum mit einer temporären ortsspezifischen Intervention. Der aufblasbare Luftkörper mit einem Ausmaß von 800m³ füllt den Leerraum über dem Windfang des Museums. In der Arbeit „soft cycles“ entsteht durch eine transparente Membran ein Raum, in dem sich neu zusammengefügte Fragmente früherer aufblasbarer Skulpturen des Künstlers zu einem großen Gebilde verdichten. In die aus recycelter weißer Fallschirmseide gefertigten Objekte wird in einer vorgegebenen Taktung Luft ein- und wieder abgelassen. Mit diesem sich stets wiederholenden Vorgang verweist das Werk auf kontinuierlichen Wandel: in den Museumsräumen, in denen Exponate und Ausstellungsarchitekturen auf- und wieder abgebaut werden; in der Stadt, die sich unaufhörlich verändert; und in jeglicher Materie, die kaum wahrnehmbar im Lauf der Zeit erodiert.

Die unterschiedlichen Phasen der Installation wechseln zwischen dem Eindruck immenser Fülle und scheinbarer Leere, zwischen alten und neu entstehenden Formen. Auf diese Weise ermöglicht die Arbeit, die Veränderung monumentaler Strukturen wie im Zeitraffer zu beobachten.

Hölzl nimmt mit der Installation Bezug auf die charakteristische Architektur des Museumsgebäudes und auf die Arbeit „marked space – unmarked space“ des Künstlers Fritz Balthaus, die bereits im Jahr 2004 im Rahmen eines Kunst-im-Stadtraum-Wettbewerbs realisiert wurde.

Nächste Termine

24
April
Donnerstag
Vernissage

Eröffnung: Daniel Hölzl „soft cycles“

Künstlerische Intervention im Außenraum anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Berlinischen Galerie

Der Künstler

Daniel Hölzl (*1994 in Schwaz, AT) lebt und arbeitet seit seinem Studium an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. Er schafft vorwiegend ortsspezifische Installationen, die ein Element der ständigen Veränderung beinhalten oder vergänglich sind. Ein wiederkehrendes Thema in seinem Werk ist das, was er als „zyklische Natur“ bezeichnet. Sorgfältig ausgewählte, oft recycelte Materialien lenken die Aufmerksamkeit auf die Vergänglichkeit von Materie und stellen unsere Vorstellungen von Kontinuität in Frage. Durch seine künstlerische Praxis eröffnet Daniel Hölzl neue Perspektiven auf zentrale Themen einer globalisierten Welt mit begrenzten Ressourcen.