Sounding the Collection

Kompositionsworkshop

© Studio Tran Tsolakidis

Über das Projekt

Wie hört man Bilder? Wie lässt sich ein Raum, eine Farbe oder eine Stimmung in Klang übersetzen? Welche Erinnerungen, Atmosphären und inneren Bilder entstehen beim Betrachten eines Kunstwerks, und wie können diese hörbar gemacht werden?

In Zusammenarbeit mit vier Künstler*innen des Berliner Projektraums für Klangkunst https://errantsound.net/ entstanden während eines zweitägigen Workshops ortsbezogene Audiokompositionen, die ausgewählte Kunstwerke und Ausstellungsräume der Dauerausstellung „Kunst in Berlin 1880 – 1980“ neu interpretieren und erweitern.

Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage, wie sich Eindrücke beim Betrachten von Kunst akustisch festhalten und weiterentwickeln lassen. Der erste Workshoptag widmete sich der Klang-Recherche. Durch Hörübungen und gemeinsame Reflexionen fokussierten die Teilnehmende ihre Wahrnehmung. Anschließend sammelten sie Aufnahmen innerhalb sowie außerhalb der Ausstellungsräume.

Am zweiten Tag wurde das Klangmaterial bearbeitet, montiert und zu individuellen Kompositionen weiterentwickelt. Aus Geräuschen, Sprachaufnahmen und akustischen Fragmenten entstanden eigenständige Arbeiten, die nicht als Vertonungen der Kunstwerke gedacht sind, sondern persönliche Perspektiven auf die Werke wiedergeben.

Die 13 Workshopteilnehmer*innen haben ihre Soundarbeiten im Rahmen eines öffentlichen Rundgangs am 3. Juli 2026 erstmals präsentiert. Jetzt sind sie über die Homepage der Berlinischen Galerie zugänglich und können in den Ausstellungsräumen als auch an anderen Orten gehört werden. Die Kompositionen laden dazu ein, die Dauerausstellung der Berlinischen Galerie über eine weitere sinnliche Ebene zu erleben und machen deutlich, dass sich Kunst immer wieder neu wahrnehmen und erschließen lässt.

Ein Projekt im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur 2025/26, Idee und Konzept von Greta Wehking.

Teilnehmer*innen:
Alberto Sanchez Nue, Andreas Imhoff, Anne Göhring, Bertha Elena Artero Ponce, Julio Lugon, Kaoutar Chennaf, Kathleen Judge, Louis Durra, Manuela Schininà, Maria Angilecchia, Martina M. Yáñez, Nicolau Centola, Theodor-Alexandru Petrea

Workshopleitung:
Laura Mello, Bea Targosz, Özcan Ertek, Andrei Cucu

Credits

Werner Scholz, Kassandra, 1958, © Nachlass Werner Scholz, Claudia Grasse, Hamburg

Arthur Segal, Helgoland, 1923, © Urheberrechte am Werk erloschen

Hanna Höch, Kubus, 1926, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Hanna Höch, Roma, 1925, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Hannah Höch, Die Braut (Pandora), 1924/1927, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Hanna Höch, Dada-Puppen (Rekonstruktion von Isabel Kork und Barbara Kugel), 1916/1918, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Else Hertzer, Bau der U-Bahn Spittelmarkt-Stadtmitte durch die Spree, 1918, © Erbengemeinschaft Else Hertzer

Gustav Wunderwald, Dampfer „Herbert“ mit Brücke in Spandau, 1926, © Urheberrechte am Werk erloschen

Ausstellungsansicht „Kunst in Berlin 1880—1980“, Foto: © Roman März (abgebildete Werke: Theodor Werner, Rudolf Bauer, Hans Uhlmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026)

Fritz Tiedemann/Arwed Messmer, Berliner Schloss, 14. Juni 1949, © Erbengemeinschaft Tiedemann/Arwed Messmer

Unbekannte*r Fotograf*in, Modell Zeiss-Großplanetarium, ca. 1985, Lizenz: http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Rainer Fetting, Gelbe Mauer (Luckauer Straße / Sebastianstraße), 1977, © Rainer Fetting

Galli, Ohne Titel, 1981, © Galli

Impressum

© Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, 2026.