FRANEK im Gespräch mit Annelie Lütgens

Fr 15.10.21, 16:30 Uhr

Aquarell, Gouache, Tusche und Kreide auf Papier: Sabine Franek-Koch, Unverstandene Vorkommnisse IX oder der junge Engländer, 2002
Sabine Franek-Koch, Unverstandene Vorkommnisse IX oder der junge Engländer, 2002
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Ohne Anmeldung (begrenzte Teilnehmer*innenzahl), Eintritt im Museumseintritt enthalten

FRANEK (Sabine Franek-Koch), geboren 1939 in Potsdam, lebt und arbeitet in Berlin und Radegast, Niedersachsen.

Anlässlich der Präsentation „Auf der Suche nach den Zeichen“ in der Sammlung der Berlinischen Galerie spricht Annelie Lütgens, Leiterin Grafische Sammlung, mit FRANEK über ihre Leidenschaft, innere Bilder auf Papier und Leinwand zu bannen. FRANEK wird Geschichten erzählen über Kojote und Vogelflug, Bootsfahrt und Lebensbaum, Hütte und Himmelsleiter, Menschensilhouette und Tierkörper und über die Zeichen in uns selbst. 

FRANEKs Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Grafik, Buchillustration, Skulptur, Fotografie und Film. Ihre wissenschaftliche Neugier vereinte sie mit künstlerischer Sensibilität. In den 1970er und 80er Jahren befasste sie sich mit der Erforschung visueller Zeichen. Am Anfang standen vergleichende Forschungen über Bild- und Schriftzeichen aus den alten Kulturen des Vorderen Orients, Mittelamerikas, Skandinaviens. Sie arbeitete in Mexico, Guatemala,  Honduras und Peru. „Auf meinen Reisen habe ich nie etwas mitgenommen, sondern immer mit dem gearbeitet, was ich gefunden habe. Das konnten schon mal Kuhfladen oder Schlangenhäute sein“, berichtete FRANEK kürzlich.

In der Grafischen Sammlung befinden sich 40 Werke. Ein Großteil kam 2019 und 2020 durch eine Schenkung der Künstlerin ins Haus. 15 Werke FRANEKs, Papierarbeiten, Gouachen, Radierungen und künstlerische Bücher sind noch bis zum 1. Dezember 2021 in Dauerausstellung zu sehen.

FRANEK studierte ab 1959 an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin bei Fred Thieler und Mac Zimmmermann Malerei und Druckgrafik. 1963 heiratete sie ihren Kommilitonen Eduard Franosçek und bekam 1963 und 1964 ihre beiden Kinder. Nach ihrem Studium im Jahr 1968 fand ihre erste bedeutende Einzelausstellung in der Galerie Pels-Leusden in West-Berlin statt. Weitere folgten in Galerien, Kunstvereinen und Museen in Deutschland, Frankreich, Marokko, Kenia, Finnland, Ungarn, Spanien, USA. FRANEK lehrte an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste Berlin), an der Akademie für Industriedesign und Kunst in Helsinki und an der Hochschule für Künste Bremen. 
 

Standort

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin
bg@berlinischegalerie.de

Zielgruppe
Jugendliche & Erwachsene
Gebühren
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten.
Ohne Anmeldung (begrenzte Teilnehmer*innenzahl)