(Mehr-) Wert der Kunst:
„Dienstag, 03. Dezember 2013,
15:03:02 Uhr“

Alicja Kwade (*1979)

Alicja Kwade, Dienstag, 03. Dezember 2013, 15:03:02 Uhr, 2014
© Alicja Kwade

„Dienstag, 03. Dezember 2013, 15:03:02 Uhr“ – der Titel beschreibt den Ausgangspunkt Alicja Kwades (*1979) minimalistischer Arbeit: die Darstellung eines bestimmten Augenblicks. Doch es geht der Künstlerin um weit mehr. Zu sehen sind acht Platten aus Aluminium, Zink, Blei, Kupfer, Nickel, Zinn, Silber und Gold – den wichtigsten, auf den Rohstoffmärkten gehandelten Metallen. Die unterschiedlichen Maße sind nur auf den ersten Blick willkürlich. Alle Platten haben denselben Wert, nämlich den Gegenwert von 5 Gramm Gold zu dem Zeitpunkt, den der Titel angibt.

Die Form und Dimension der Skulptur legt die Künstlerin also nicht selbst fest. Ausschlaggebend ist der Wert des Materials, der sich im globalen Handel von Minute zu Minute ändert. Den Wert der künstlerischen Arbeit, die auf dieser Grundlage entstanden ist, bestimmt wiederum der Kunstmarkt. Auch er ist Schwankungen unterworfen. Kwade thematisiert und verschränkt hier auf subtile Weise verschiedene Wertsysteme und wirft wesentliche Fragen auf. Etwa: Worin besteht der (Mehr-)Wert der Kunst?

Dienstag, 03. Dezember 2013, 15:03:02 Uhr
2014
Installation
Aluminium, Zink, Blei, Kupfer, Nickel, Zinn, Silber, Gold
14,5 x 183,5 x 113,4 cm (Objektmaß)
Erworben aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie Berlin von der Kulturverwaltung des Berliner Senats, 2014

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