Raus in die Stadt!

Audiowalk-App zur Ausstellung „Anything Goes?“

Charlottenstraße 96–98: Wohnbebauung mit Atelierturm, John Hejduk, New York, Kontaktarchitekt: Moritz Müller, Berlin, Foto: Ludger Paffrath

Die Audiowalk-App zur Ausstellung „Anything Goes? Berliner Architekturen der 1980er Jahre“ erzählt Geschichten hinter den Bauten an ihren originalen Standorten in der Stadt. Drei Routen führen zu bedeutenden Gebäuden und Schauplätzen der Internationalen Bauausstellung Berlin 1987 (IBA 87) in Kreuzberg und zu den postmodernen Bauten in West- und Ost-Berlin entlang der Friedrichstraße. 

Die Audiobeiträge können kapitelweise abgespielt werden. Um die Navigation zu erleichtern, sind die drei, rund 30 minütigen Routen in einer Karte verzeichnet. Alternativ können Sie die Audiowalks auch von Zuhause oder an jedem beliebigen anderen Ort anhören. 

Route 1: IBA Neu – Rund um die Berlinische Galerie

Hans Kollhoff, Rob Krier oder John Hejduk: internationale Architekten, ein Atelierturm, Stadtvillen und experimentell-traditionelle Wohnformen – das Areal rund um die Berlinische Galerie war das größte Ausstellungsgebiet der IBA 87 im Bereich des Neubaus. Noch zu Beginn der 1980er Jahre war das Gebiet, die sogenannte „Südliche Friedrichstadt“, eine von Brachen gezeichnete Fläche. Mit der IBA entstanden hier 600 neue Wohnungen – im postmodernen Stil auf historischem Stadtgrundriss.

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Route 2: IBA Alt – Behutsame Stadterneuerung in Kreuzberg SO36

Hausbesetzer*innen, marode Altbauten, eine Kita im Parkhaus und ein verlorener Admiral – der Kreuzberger Kiez rund um das Kottbusser Tor war ein Experimentierfeld von Menschen, die alternativ leben wollten. Architekt*innen der 1980er-Jahre versuchten, diverse  Lebensmodelle zu ermöglichen und sie zugleich mit den technischen Anforderungen an zeitgemäße Wohnungen zu vereinen. Unter dem Label der „IBA Alt“ erfanden Architekt*innen und Bürger*innen gemeinsam die „behutsame Stadterneuerung“. Urbane Mischung, Mitbestimmung und bezahlbare Mieten waren Ziele und Verheißung des Projekts.

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Route 3: Die Friedrichstraße – Neuer Glanz für den geteilten Boulevard

Schnurgerade von Kreuzberg nach Mitte, von West- nach Ost-Berlin, geteilt durch die Mauer am Checkpoint Charlie – die berühmte Friedrichstraße war in den frühen 1980er Jahren eine trostlose, von Brachen und Stadtrandgefühl geprägte Gegend. Zur 750-Jahr-Feier Berlins wollten beide Stadthälften den Boulevard in neuem, urbanem Glanz erstrahlen lassen. Auf beiden Seiten der Mauer wurden Baulücken geschlossen und die historische Straßenkontur repariert – mit rationaler Postmoderne im Westen und historisierender Architektur im Osten.

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Impressum


© Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, 2021.
Die Rechte an Text und Bild liegen bei den Autor*innen und Fotograf*innen. Alle Rechte vorbehalten.

Konzeption und Texte: Verena Pfeiffer-Kloss
Konzeption und Projektmanagement: Linus Lütcke
Sprecher: Frank Arnold
Fotos: Ludger Paffrath
Design und technische Umsetzung: 3pc GmbH Neue Kommunikation