Vernetzte Nachbarschaft

Künstlerische Projekte von Kindern und ihren Familien, die in der Gemeinschaftsunterkunft Stallschreiberstraße leben

Vernetzte Nachbarschaft, Fotografie-Workshop, Juni 2018, Ausstellungsbezug Loredana Nemes, Foto: Medina

Seit 2016 arbeiten die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in der Stallschreiberstraße, die Berlinische Galerie und der Verein Jugend im Museum zusammen. Seit 2018 beteiligen sich auch die Tempohomes in der Alten Jakobstraße an der Kooperation. Die Berlin Mondiale unterstützt die regelmäßigen Programme des lokalen Netzwerks, das projektweise mit weiteren Initiativen der Kinder- und Jugendarbeit kooperiert.

Jeden Montag treffen sich Kinder ab 6 Jahre mit den Künstler*innen Zara Morris und Ismail Karayakupoglu (bis Juli 2018 Peter Schedler) in den Räumen der Gemeinschaftsunterkunft oder in der Berlinische Galerie, um an künstlerischen Ideen zu arbeiten und zusammen eine gute Zeit zu haben. Die Projekte und ihre Ausstellungsbezüge orientieren sich an den Interessen der Teilnehmer*innen.
Seit einigen Monaten experimentieren die Teilnehmer*innen mit Blitzauftritten an wechselnden Orten. Die Dreißig Sekunden Shows sind eine inklusive Einladung an alle, spontan und selbstbestimmt vor einer Kamera auf einer adhoc Bühne zu agieren, die  beispielsweise vor einem Kiosk, an einer Bushaltestelle oder in einer Ausstellung improvisiert wird.
Vorher fand von Ende 2017 bis 2018 unter dem Titel Leuchtender Montag eine offene Kunstwerkstatt zum Thema Licht statt. Die darin erprobte Leucht- und Lampenpraxis besuchte mehrfach die Installation tele von Carsten Nicolai, um Fragen über die Wahrnehmung von Wirklichkeit und die Möglichkeiten der Telepathie zu besprechen.
Bereits Tradition hat der jährliche Reiseworkshop, der begehrte Ziele mit Ausstellungen moderner oder zeitgenössischer Kunst verbindet: Zum Beispiel die Dauerausstellung mit der Pfaueninsel oder den Tier- und Saurierpark Germendorf mit der Ausstellung Cyrill Lachauer. What Do You Want Here.  

Was gibt es noch: Seit September 2018 tauschen sich Frauen mit und ohne Fluchtgeschichte in der Berlinischen Galerie auf deutscher Sprache über Kunst aus. Indem sie ihr Wissen und ihre Sichtweisen auf die Welt in den Ausstellungen verhandeln, tragen sie etwas dazu bei, die Berlinische Galerie als einen Ort vielfältiger Allianzen zu prägen.

Gefördert durch: Berlin Mondiale
Künstlerische Projektleitung: Beate Gorges, Zara Morris, Ismail Karayakupoglu, (bis Juli 2018 Peter Schedler)

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