Vorschau

Ungarische Moderne in Berlin 1910–1933

Mann steht neben einem Tisch, im Hintergrund großes Fenster mit Blick auf Häuser
Lajos Tihanyi, Großes Interieur mit Selbstbildnis – Mann am Fenster, Detail, 1922
© Museum der Bildenden Künste, Budapest, 2021

Die Ausstellung würdigt erstmals umfassend den ungarischen Beitrag zur Klassischen Moderne in der deutschen Hauptstadt. In der Geschichte der Kunst und Kultur Ungarns spielt Berlin eine besondere Rolle: Bereits vor dem Ersten Weltkrieg nutzten ungarische Künstler*innen die wachsende Metropole als Ausstellungsbühne, auf der sie sich einem internationalen Publikum präsentieren konnten. Nachdem reaktionäre Kräfte 1919 der politischen Neugestaltung Ungarns ein Ende setzten, erwies sich das kosmopolitische Berlin der Weimarer Republik als Exil für progressive Künstler*innen. An der Spree fanden sie einen Ort kreativer Freiheit und zeigten in verschiedensten Kontexten der Avantgarde große Präsenz. Berlin prägte viele ungarische Künstler*innen ebenso wie diese den Kunstbetrieb mitbestimmten. Die wechselseitige kulturelle Inspiration wieder bekannt zu machen, ist das zentrale Anliegen der Ausstellung. Sie versammelt Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien und Architekturzeichnungen und bereichert die Kunstwahrnehmung nachhaltig um künstlerische Leistungen aus Ostmitteleuropa.

Künstler*innen (Auswahl):

Béla Balázs, József Bató, Róbert Berény, Aurél Bernáth, Eva Besnyö, Vera Biller, Mihály Biró, Dezsö Bokros Birman, Sándor Bortnyik, Marcel Breuer, Robert Capa geb. Endre Friedmann, Béla Czóbe, Lajos d’Ébneth, Sándor Ék, Jenö Feiks, Béni Ferenczy, Károly Ferenczy, Noémi Ferenczy, Etel Fodor, Alfréd Forbát, Imre Góth, Gyula Hincz, Béla Kádár, György Kákai Szabó, Ernö Kállai, Judit Kárász, Lajos Kassák, Oskar Kaufmann, György Kepes, Károly Kernstok, Kálmán Lengyel, Hajnal Lengyel-Pataky, Stefan Lorant, János Mattis-Teutsch, László Moholy-Nagy, Martin Munkácsi, Jószef Nemes Lampérth, Gyula Pap, László Péri, Bertalan Pór, György Rauscher, János Reismann, József Rippl-Rónai, Hugó Scheiber, Jolán Szilágyi, Lajos Tihanyi, Béla Uitz, Andor Weininger

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Berlinischen Galerie mit dem Museum der Bildenden Künste Budapest.